Blankenheim - Ripsdorf
(512 m, 552 Einwohner) Der Gemeindeteil liegt ungefähr in
der Mitte der Hochebene, die sich zwischen der oberen Kyll und der oberen Ahr
ausdehnt. Umflossen wird er vom Schafbach, der Ahr und vom Lampertsbach. Ein
Teil des Wacholder-Naturschutzgebietes Lampertstal liegt in der Gemarkung
Ripsdorf. Hier ist der Steinbruch Höneberg Ziel vieler Fossiliensucher. Von
Ripsdorf aus können weitere geologische Aufschlüsse des Geologischen-Pfades (Übersichtskarte
am Parkplatz an der Kirche) erwandert werden.
Ripsdorf entstand auf dem Gelände eines römischen
Gutshofes. Merowingische Gräber bezeugen die frühe fränkische Siedlung, die
wohl in der Landnahmezeit entstanden sein muß. Ein fränkischer Großer,
Vorfahre der Eifelgrafen und der Grafen von Are, erhielt Ripsdorf. 1121 hatte
"Ripesdorp" schon eine Pfarrkirche, das Patronat lag bei der Abtei
Steinfeld. 1203 findet man den Namen "Rypstorf", 1316 dann "Rypstorp"
und im 15. Jh. "Rupstorp". Da Ripsdorf keine selbständige Herrschaft
war, hat es auch keine zusammenhängende Geschichte. Gerhard von Loen, Herr zu Jülich
und Graf zu Blankenheim, kaufte Ripsdorf im Jahre 1457. Zur Zeit Herzog Albas
sollen spanische Truppen hier einquartiert gewesen sein. Der Besitz, außer
Vellerhof, blieb bis zur Französischen Revolution in der Hand der Herzöge von
Jülich. Im 16 Jh. wurde die Familie Metternich mit Gütern in Ripsdorf belehnt.
1726 wurde Hüngersdorf im Tausch gegen Bleibuir von Jülich an Blankenheim
abgegeben. In der Französischen Zeit gehörte Ripsdorf zur Mairie Dollendorf im
Canton Blankenheim.
Sehenswert sind die spätgotische Pfarrkirche, alte
Brunnenanlagen und das "Brothaus" (Tränkgasse), ein Fachwerkensemble
aus dem 17. Jh.
weitere Infos:
www.ripsdorf.de

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