404 Jahre Karneval in Blankenheim

Der Geisterzug
 

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Chronik des Blankenheimer Karnevals

Der Geisterzug

siehe auch

Geisterzug in Blankenheim

Über das unzweifelhaft älteste Element im Blankenheimer Karneval, den Geisterzug schreibt 1956 Karl Otermann:

"Blankenheim darf sich rühmen, als einziger Ort des Rheinlandes den Geisterzug ununterbrochen beibehalten zu haben. Es ist hier herkömmliches Brauchtum zur Fasenacht, daß alljährlich am Samstagabend bei großer Beteiligung des 1000 zählenden Burgstädtchens unter den Klängen des rhythmisch und melodisch eigenartigen "Juh-Jah" der Geisterzug loszieht, um als wirbelnder Tanz, der Frühlingsgeister die finsteren Winterdämonen zu vertreiben. Die Geister sind in Bettlaken gehüllt, deren Zipfel an der Stirn zu Hörnern geknotet sind. Mit schwingenden Pechfackeln geht der Tanz der Burgtalgeister durch die illuminierten Straßen und Gassen, wobei die mittelalterlichen Tore und das Burgmassiv in farbenprächtige Brände getaucht sind. An der Spitze des Zuges springen die beiden "Jecken Böhnchen" in ihrem immer wieder begeisternden Tanzschritt. Im Gegenzug kreuzen sie die Pechfackeln und in den Zügen der eigentlichen Karnevalstage die Klingen. Prinz Karneval reitet als beflügelter Obergeist auf einem Rappen der weißen Unterwelt voran."


Geisterzug in Blankenheim

Der Zug der Geister wird musikalisch ausschließlich durch den "Juh-Jah" begleitet.

Orginalnoten des Geisterzuglieds

Es ist sicherlich ein gut Teil heidnischer Volksglaube, der mit dem Geisterzug einhergeht. Durch die weißen Geister, die mit ihrer Pechfackeln in die finstersten Ecken leuchten und auch durch ihr lautes Geschreie und Gekreische sollen die Winterdämonen endgültig vertrieben werden. Wie alt dieser Brauch ist, läßt sich nicht nachweisen.

Im Jubiläumsband "100 Jahre Eifelverein" heißt es:

... Das winklige Burgstädtchen an der Ahrquelle ist dann völlig abgedunkelt und wird nur durch die lodernden Pechfackeln der in weiße Laken mit oben abstehenden Eselsohren gehüllten Geisterschar erhellt. Die Geister springen und singen in allen Ecken, als wäre der Teufel los. Nur der berittene Obergeist an der Spitze des Zuges hat das Kommando. Zum Zeichen seiner Würde sind ihm Flügel "gewachsen". ... Die geisterhaften Bewegungen und Laute fordern den Teilnehmern echte körperliche Leistungen ab. Aber das ist ihnen der uralte Brauch wert. Er ist nicht nur in der Eifel, sondern im ganzen Rheinland einzigartig und geht auf ein uraltes germanisches Frühlingsfest zurück, bei dem die weißen Geister bei ihrem Umzug mit "Bränden" und Lärm die bösen Winterdämonen endgültig aus allen Ecken vertrieben.".

Um die Jahrhundertwende etwa ging in vielen Orten des Rheinlandes ein Geisterzug. Dieses Brauchtum ist aber im Laufe der Jahre ausgestorben.

Heutzutage wird wieder an verschiedenen Orten versucht, die alte Tradition aufleben zu lassen.

Aber ausschließlich in Blankenheim wurde die alte Tradition über viele Jahrhunderte hinaus ununterbrochen bis heute aufrechterhalten.

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Zusammenstellung: Wolfgang Doppelfeld, Dr. Thomas Bons

1992/2001

Infos und Anfragen:

karneval@blankenheim-info.de

 

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