404 Jahre Karneval in Blankenheim

Pressebericht  2000
 

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Karneval in Blankenheim

Pressearchiv 1999 / 2000

Nullen fürs Millenium gesucht

Juh-Jah für 1000 Johr

Rathaus-Empfang
Protest der Jecken an der Ahr

Kostüme der Geister sind vorgeschrieben

Nullen fürs Millenium gesucht

Blankenheimer backten und zeichneten beziehungsreich

Prinzenpaar und Gefolge 2000

Der Blankenheimer Prinz Franz I. (Oebel) mit Prinzessin Ursula, Herzpage Gunter Lorenz (li), Finanzpage Hans-Josef Bell mit Jecke Böhnchen Marcel Koch, Alexander Reetz (li)

Präsident Arno Trappen begrüßte am Samstagabend im Hotel Finkenberg die Elferräte aus Blankenheim, Blankenheimerdorf und das närrische Publikum. Die Borsalino-Band stimmte die Karnevalisten auf die fünfte Jahreszeit ein. Marcel Koch und Alexander Reetz werden in der kommenden Session als Jecke Böhnchen und Geisterzugvorspringer auftreten. Elferratsmitglied Hermann Josef Esser hat sich freiwillig bereit erklärt, die Jecke Böhnchen zu trainieren.

Spannend wurde es, als Vorsitzender Hubertus Helmig und Arno Trappen auf Prinzensuche gingen. Das Jahr 2000 hat drei Nullen, deshalb wurde gefragt: ,,Können sie sich vorstellen, dass es hier im Saal noch Nullen gibt?" Zunächst meldete sich Hans-Josef Bell, der entsprechend seinem Berufsstand eine gebackene Null präsentierte. Der Künstler Gunter Lorenz aus Blankenheimerdorf skizzierte eine künstlerische Null auf Papier. Jetzt fehlte noch ein Paar, die Beziehungen zu einer Zwei und einer Null hätten. Spontan waren Franz Oebel und seine Frau Ursula wohnhaft auf dem Blankenheimer Finkenberg bereit, als neues Prinzenpaar im Millennium die Narrenschar an der Ahr zu führen. Franz Oebel ist 51 Jahre alt und Berufsschullehrer. Ursula Oebel, 43 Jahre alt, leitet die Jugendbildungsstätte des Kreises Bergheim auf dem Finkenberg. Prinz Franz I und Prinzessin Ursula wählten sich als Finanzpagen Hans Josef Bell und als Herzpagen Gunter Lorenz, beide aus Blankenheimerdorf. Dann gab der Prinz sein Motto bekannt

,,Et blev esu wie et och wohr, dr Juh-Jah klingt noch dousend Johr".

Das scheidende Prinzenpaar Richard I. und Prinzessin Ingrid bedankte sich und wünschte, dass Franz und Ursula die Session genau so mit Herz überstehen, denn Lache sei die beste Medizin. Helmut Kortgen übergab als Stellvertreter des Bürgermeisters den Schlüssel des Rathauses. Walter Schmitz, Sitzungspräsident von Blankenheimerdorf freute sich dass wieder "Dörfer" dabei sind. Karnevalsfreunde aus Rodenkirchen ehrten den neuen Prinzen mit einem Krug aus der Zeit als der Blankenheimer Karneval entstand.

Kölner Rundschau vom 15.11.1999

Juh-Jah für 1000 Johr

"Et bliev esu wie et wor, der Juh-Jah klingt noch 1000 Johr", lautete das Motto der Blankenheimer Jecken zum Jahrtausendwechsel. Immerhin hat der Verein mit dem Gründungsjahr 1613 schon recht lange durchgehalten, so dass Hoffnung für die nächsten "1000 Johr" besteht. Jedenfalls waren die Blankenheimer Narren Samstagabend guter Dinge, als der Vorsitzende Hubertus Helmig und Präsident Arno Trappen der Narrenschar das neue Prinzenpaar Franz und Ursula Oebel präsentierten.

Der 51jährige "Dompteur" (Berufsschullehrer) lebt seit 1966 in Blanekheim und ist seit Jahren im Karnevalsvorstand als Schriftführer vertreten. Vor Jahren wurde ihm von der Universität Brügge der Titel "Dr. humoris causa" verliehen. Prinzessin Ursula ist als Kreistagsabgeordnete und Leiterin des Finkenhofes noch bekannter im Ort als der neue Prinz. Traditionsgemäß hatte Prinz Franz auch sein Gefolge mit zur Proklamation gebracht, das in Blankenheim aus "Pagen" und "Jecke Böhnchen" besteht. Die Rolle der Pagen hatten Gunter Lorenz und Hans Josef Bell übernommen, als "Jecke Böhnchen" fungieren in diesem Jahr Marcel Koch und Alexander Reetz.

Kölner Stadtanzeiger vom 15.11.1999

Rathaus-Empfang
Protest der Jecken an der Ahr

Von Johannes Puderbach

Blankenheim - Auf wenig Gegenliebe beim Karnevalsverein Blankenheim stößt der Vorschlag von Bürgermeister Karl-Heinz Gatzen (CDU), künftig am Weiberdonnerstag zu einem Empfang ins Rathaus zu bitten. Als Reaktion auf einen SPD-Antrag, künftig am Karnevalssamstag Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft zu einem "Geisterempfang" ins Rathaus einzuladen, hatte CDU-Fraktionschef Hans Peter Wasems angeregt, ein solches Ereignis an einem anderen Tag zu organisieren. In Anlehnung an die Gebräuche in anderen Eifelorten will Bürgermeister Gatzen überprüfen, ob künftig am Weiberdonnerstag die Bevölkerung zum Rathaussturm eingeladen wird. Auch die Schlüsselübergabe soll dann an seinem Amtssitz stattfinden.

"Wir sind nicht irgendein Eifeler Karnevalsverein, der kurz nach dem Krieg gegründet wurde, sondern blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück", meldete sich gestern Hubertus Helmig, Vorsitzender der Blankenheimer Narren zu Wort. Schon seit Menschengedenken fänden die Proklamation und die Schlüsselübergabe an das Blankenheimer Prinzenpaar am Sonntagvormittag an der Ahrquelle statt. Und an dieser Tradition werde man auch weiterhin festhalten.

In all den Jahrhunderten habe man nur eine Änderung im Ablauf der Karnevalsfeierlichkeiten vorgenommen, und die sei auf den damaligen Papst zurückgegangen: "Als die katholischen Messen nicht mehr in Latein gehalten werden mussten, sondern auch in der heimischen Sprache verlesen werden durften, haben wir den Gottesdienst von Montag auf Sonntag verlegt, damit ein paar Menschen
mehr in die Kirche kommen", erklärte Helmig. Gleichzeitig habe man für die Karnevalsmesse nicht das Hochdeutsche, sondern Blankenheimer Platt als Sprache eingeführt.

CDU-Fraktionschef Hans Peter Wasems wohne in Ripsdorf und sei im dortigen Karnevalsverein aktiv. "Von den Blankenheimer Sitten hat er keine Ahnung", wehrte sich der Blankenheimer Karnevalschef gegen Eingriffe von den Außenorten in die alten Gebräuche des Hauptortes.


Keine Zeit
Zudem hätten die Blankenheimer Karnevalisten an Weiberfastnacht überhaupt keine Zeit für einen Rathaussturm. "Dieser Tag gehört der Jugend und den Alten", sagte Helmig. Den ganzen Donnerstag über sei das Prinzenpaar samt Anhang in der Gemeinde unterwegs, um sämtliche Kindergärten, Schulen und Altersheime zu besuchen. "Außerdem müssen wir an diesem Tag ja noch als Ehrengäste zum Möhnenzug nach Blankenheimerdorf", meinte der Vorsitzende. Denn mit diesem Verein sei man, nachdem der Streit der Vergangenheit beigelegt wurde, zwar noch nicht verbrüdert. Aber man gehe immerhin schon "wie Vettern" miteinander um.

Falls Bürgermeister Gatzen an seinen Plänen für einen Rathaussturm festhalte, werde man sich zwar "herausputzen" und mal blicken lassen, denn "Adel verpflichtet". Und man nehme grundsätzlich jede Einladung an.

Als Kompromiss könne man sich einen Rathausempfang vor dem Geisterzug am Karnevalssamstag vorstellen, meinte Hubertus Helmig. Denn nachdem der frühere Empfang der Gemeinde wegen Geldmangels vor zehn Jahren eingestellt wurde, habe der Karnevalsverein seinen eigenen Empfang im Georgstor ins Leben gerufen. "Dort ist es vor dem Zug immer rappelvoll", sagte der Vorsitzende. Falls die Gemeinde auch wieder einen Empfang geben wolle, müsse man halt einfach etwas früher anfangen.

Kölner Rundschau vom 15.11.1999

Kostüme der Geister sind vorgeschrieben

Blankenheim lädt wieder die Narren ein

Blankenheim - Das herausragende karnevalistische Ereignis am Karnevalswochenende in der Eifel findet am Karnevalssamstag, 4. März, um 19.11 Uhr mit dem Geisterzug statt. Hierzu laden die Blankenheimer Tollitäten, Prinz Franz I. als Obergeist und seine Prinzessin Ursula, Geister aus Nah und fern zum Spektakel ein.

Bei bengalischem Feuer- und Fackelschein nehmen sie beim traditionellen und bundesweit einmaligen Geisterzug Besitz vom historischen Burgort und lehren in den romantischen Gassen den Winter das Fürchten.

Unter den Klängen des traditionellen Karnevalsmarsches "Juh-Jah, Kribbel in dr Botz" ziehen die Geister durch Blankenheim, um als wirbelnde Tanz- und Frühlingsgeister die finsteren Winterdämonen zu vertreiben. Wer als Geist die mittelalterlichen Gassen springen möchte, benötigt lediglich zur Kostümierung ein weißes Bettlaken und eine Pechfackel - und schon kann der Spuk losgehen. Bettlaken und Kordel sind von zu Hause mitzubringen, Pechfackeln gibts gegen eine Gebühr am Rathhauseingang. Die Blankenheimer Karnevalisten helfen dann beim richtigen Anlegen des Geisterkostüms. Zur Wahrung der über Jahrhunderte überlieferten Tradition können am Umzug nur Geister im vorgeschriebenen Kostüm teilnehmen.

Die mittelalterlichen Stadttore, Georgstor und Hirtenturm, Nepomuk und Grafenburg verleihen in ihrem bengalischen "Feuer" dem Spektakel wahrhaft geisterhafte Züge. Nach dem Geisterzug sind alle, Geister und Zuschauer, zum Geisterball in die Weiherhalle eingeladen.

Kölner Rundschau vom 18.02.2000

 

Blankenheim - Der Infoserver -

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