398 Jahre Karneval in Blankenheim

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Pressebericht  Seite 9

Kölner Stadtanzeiger vom 23.02.2001

 

Frank I. und Gefolge spendeten Lebenssaft

Prinzen-Blut: nicht blau, aber "Null negativ"

Von Johannes Puderbach

Es gibt Fragen, die normalerweise nie geklärt werden. So zum Beispiel die, ob in den Adern des Blankenheimer Karnevalsprinzen Frank I. (Bertram) blaues Blut fließt. Doch seit Mittwochnachmittag ist diese Angelegenheit definitiv geklärt. Denn da stiefelte der umjubelte Regent samt närrischem Gefolge und mit großem Spektakel in die Kindertagesstätte, um sich beim DRK-Blutspendetermin demonstrativ in den Arm pieksen zu lassen. Und siehe da: Das hoheitliche Blut war eindeutig rot.

"Ich habe seit Dienstag nix mehr getrunken", beteuerte der Prinz, nachdem er Jacke, Umhang und Kappe abgelegt und sich auf die Liege hingebettet hatte. Diese Beteuerung der Abstinenz konnte nicht überprüft werden, denn - so die offizielle Erklärung des DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Peter Müller - Alkoholtests sind bei Blutspendern nicht vorgeschrieben. "Am liebsten trinke ich immer ein Gläschen Rotwein", bekannte Frank I. freimütig. Schon zum 54. Mal ließ sich der vorbildliche Prinz den lebenswichtigen Saft abzapfen. Und wie Fachleute stets betonen, ist Rotwein ja besonders gut für die Blutbildung und das Herz. "Mit meiner Blutspende will ich hilfsbedürftigen Menschen zur Seite stehen", verkündete Frank I., nachdem ihn Helga Breuer, die Leiterin des Blutspendedienstes, verarztet hatte. "Wenn ich mal einen Unfall haben sollte, bin ich auch darauf angewiesen, dass mir geholfen wird", fuhr der Prinz fort. 

Befürchtungen um den weiteren Verlauf der Karnevalssaison brauchen sich die Blankenheimer Narren keineswegs zu machen. Denn: "Am Abend der Blutspende sollte man viel trinken, danach ist man wieder fit", versicherte Gabriele Hoch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK: Für den bevorstehenden Straßenkarneval habe der Prinz mit keinerlei Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Fachfrau nannte spontan einen weiteren Vorteil für alle blutspendenden Narren: "Es ist doch praktisch, wenn man die fehlende Körperflüssigkeit wieder auftrinken kann, außerdem ist man schneller high."

Unter den 170 Spendern, die in einer langen Schlange in der Kindertagesstätte warteten, war nicht nur der Prinz, sondern auch dessen Zwillingsbruder und "Finanzpage" Ralf Bertram, das "Jecke Böhnchen" Thomas Bons und "Ersatz-Herzpage" Werner Jonen. Und alle waren sich mal wieder einig: Das ganze Jecken-Quartett hat die Blutgruppe "Null negativ". 

Doch ein Sicherheitsmangel wurde bei der gelungenen Aktion deutlich: Das Blut der Spender wird nicht daraufhin untersucht, ob es den höchst ansteckenden Narren-Virus enthält. "Die Blutspenden aus der Eifel werden ausschließlich an Krankenhäuser im Rheinland verteilt", beteuerte PR-Frau Gabriele Hoch. Das beruhigt. Sollte demnächst ein Kölner Jeck laut "Juh-Jah" rufend gesichtet werden, dann ist die Diagnose eindeutig: Ihm wurde Blangemer Spender-Blut verzapft.

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