398 Jahre Karneval in Blankenheim

Pressebericht 2001 10
 

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Pressebericht 2001 10

Archiv der Rubrik Euskirchen/Eifel vom 27.02.2001:

Lindwurm im Ahrtal 

Wärmende Medizin aus der Spritze

Blankenheim - Irgendwie war es am Rosenmontag auf der Blankenheimer Ahrstraße so, wie es eigentlich alle gerne hätten: Am Straßenrand drängelten sich dicht an dicht die Fußgänger, und von fern her waren Hunderte Touristen an die Ahrquelle gekommen. Auch Geld gab es auf einmal genug: Die "Hofbank Blankenheim" war mitten im Rosenmontagszug mit einer fahrenden Filiale vertreten. Doch die war eigentlich überflüssig, denn zu bezahlen brauchte man nichts. 

Zum Auftakt des bunten Zuges hieß es gleich: "Mensch ärgere dich nicht!" Mit überdimensionalen Würfeln auf Köpfen und Wagen ließ man dem närrischen Zufall freien Lauf. Doch der fiel etwas gebremster aus, denn die "Jecken Böhnchen" an der Spitze des Zuges hatten ein solch enormes Tempo vorgelegt, dass der Lindwurm auseinander zu reißen drohte. In gemächlicherem Tempo ging es dann weiter. Die drei Panzerknacker vom Erschberg, die der "Hofbank Blankenheim" stets dicht auf den Fersen blieben, waren letztlich erfolglos. Zwar stand auf dem großen Wagen ein gigantischer Tresor, doch von hinten war er eine Waschmaschine.

Ob etwa Prinz Frank I., der bekanntlich in einer Blankenheimer Bank arbeitet, sein Gehalt mit Geldwäsche verdient? Apropos Prinz: Als Überraschung hatte sich sein Kegelklub, der normalerweise in einer Schmidtheimer Gaststätte auftritt, unter die Zugteilnehmer gemischt. 

Dreizack gewetzt

"Rache ist teuflisch" verkündete DRK-Vorsitzender Peter Müller, der auf seinem roten Trecker-Oldie, Baujahr 1952, thronte. Hatten seine ehemaligen Arbeitskollegen von der Polizei es doch im letzten Jahr gewagt, einen Traktor wegen seiner roten Nummer fast vom Zug auszuschließen. Die gesamte Großfamilie samt Verwandtschaft lief rot-schwarz gekleidet durch den Ort und reimte: "Drum unsern Dreizack wir nun wetzen, um die Bösen durch den Ort zu hetzen . . ."

Die weiteste Anreise hatten wohl die Mexikaner: "Anja und Frank wollten ins Land der Mexikaner, doch da kam unser Prinzenplaner. So ließen sie die Reise sein, drum bringen wir Mexiko nach Blankenheim", hatte der Junggesellenverein in Erinnerung an die Proklamation des Prinzenpaares gedichtet. Zwischen all den Fußgruppen, den gut ein Dutzend Wagen und vier Musikkapellen fiel eine Krankenschwester auf. Großzügig leistete sie erste Hilfe und verteilte Aufgesetzten mit einer gigantischen Spritze direkt in die Münder der Narren. Doch auch diejenigen, die leer ausgingen, brauchten nicht zu verzweifeln. Denn zwischen den Schneeflocken, die vom Himmel herunterrieselten, fanden auch immer wieder Kamelle und Flüssignahrung den Weg zu den Zuschauern. "Der Zug war prächtig", fand nicht nur Zugleiter Werner Jonen, als die erste Halbzeit nach einer Stunde vorbei war.

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