398 Jahre Karneval in Blankenheim

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Pressebericht  Seite 12

Archiv der Rubrik Euskirchen/Eifel vom 26.02.2001:

Geisterzug in Blankenheim

Beim Höllenspektakel bewahrte neues Prinzen-Pferd Engelsgeduld

Blankenheim - Schon viele Jahrhunderte alt ist die Tradition, dass sich in Blankenheim am Abend des Karnevalssamstags die Geister versammeln, um mit lautem, schaurigem Geschrei den Winter zu vertreiben. Einer besonders schweren Aufgabe sahen sie sich in diesem Jahr gegenüber: Denn schon den ganzen Tag über hatte es kräftig geschneit. Gegen Abend fielen zwar keine Schneeflocken mehr, doch dafür wurde es bitterkalt.

Probe mit Pechfackeln

"Es wird glatt", befürchteten die "Jecken Böhnchen" Thomas Bons und Thomas Hellenthal, doch die beiden Vortänzer der Geister wussten Trost: "Vom Springen bekommen wir heiße Schuhsohlen, da taut das Eis unter unseren Füßen." Ganz andere Sorgen bewegten Prinz Frank I. (Bertram). Denn eine wichtige Hauptfigur des historischen Spektakels musste in diesem Jahr neu besetzt werden: Das Pferd "Flick", das in den letzten 22 Jahren mit stoischer Ruhe den Obergeist durch die engen Gassen getragen hatte, war im letzten Sommer nach kurzer Krankheit gestorben. Nun musste "Leo", ehemaliger Stallgefährte von "Flick", erstmals die tragende Rolle übernehmen. "Wir haben zweimal auf dem Reitplatz geprobt", berichtete der Prinz. Im Dunkeln, beim Schein von Pechfackeln, fand die Generalprobe statt, doch das Geschrei der Geister ließ sich schlecht imitieren. Als alle Lichter im historischen Ortskern erloschen waren, gab Präsident Arno Trappen das Signal: "Es wird Zeit!" Beherzt erklomm Frank I. "Leos" Rücken und gab sofort sein erstes Fernsehinterview im Kostüm mit den mächtigen Flügeln. Prompt setzte sich der beeindruckende Zug in Bewegung. Die Menschenmassen drängten sich im Ortskern dermaßen, dass der vorausfahrende Polizei-Streifenwagen erst den Weg für die ungezählten Geister freimachen musste.

Unter dem Georgstor stießen die mit Bettlaken verhüllten Geister mit Urgewalt ihren "Schlachtruf" aus: Mit "Juh-Jah! Kribbel en d'r Botz!" und lautem, undefinierbarem Gebrüll versuchte die Gespenster-Schar, nach alter, heidnischer Sitte die finsteren Winterdämonen zu vertreiben. Es war ein Höllenspektakel. Bengalisches Feuer Im Schein der Pechfackeln und zu den Klängen des Juh-Jah-Marsches zog die Parade durch die mit bengalischem Feuer beleuchteten mittelalterlichen Stadttore. Auch der steile Anstieg über das glitschige Pflaster hinauf zum Pfarrhaus am Zuckerberg gelang problemlos.

Auf dem Rückweg durch das Hirtentor wurde eine kleine Pause eingelegt, so dass auch das Fernsehen das Spektakel ordentlich aufnehmen konnte. Lange nach Auflösung des Geisterzuges waren in den Blankenheimer Gassen noch schrille, unheimliche Schreie zu vernehmen.

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