398 Jahre Karneval in Blankenheim

Pressebericht 5
 

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Pressebericht 5
Archiv der Rubrik Lokales - Euskirchen vom 11.02.2002:

Mit "Juh-Jah" hüpfend durch den Ahrort
Gegen die Tradition hatte der Regen keine Chance

el Blankenheim. "Fine, haste auch huldvoll gewunken", meinte eine Bekannte der Blankenheimer Prinzessin, die am Samstag aus dem Fenster des Georgtores den vielen Geistern zujubelte, denn sie wusste, dass die Prinzessin eine begeisterte "Juh-Jah"-Springerin ist.
Geisterzug in Blankenheim
V


Wenn es in diesem Jahr auch weniger Geister waren, die im traditionellen Geisterzug mitsprangen, so war die Resonanz trotz der regnerischen und stürmischen Witterung doch enorm. "Regen kann uns von der Tradition aber nicht abhalten", gaben die Verantwortlichen im Georgtor die Devise aus.

Den Auftakt zum Geisterzug bot ein Empfang im Georgstor, in dessen Verlauf die beiden Gründer der Kaisergarde, Günter Wutgen und Willi Schumacher, geehrt wurden.
Geisterzug in Blankenheim
Peter Gruber versorgte die Kaisergarde mit Tee am wärmenden Feuer. 

Zuvor hielt Hubertus Helmig aber eine Gedenkminute für den am 1. Februar im Alter von 60 Jahren verstorbenen Karnevalisten Wilfried Schumacher ab.

Als Ehrengäste konnte der neue Präsident Daniel Lörcks Bürgermeister Karl-Heinz Gatzen, eine Delegation des Bunds Deutscher Karneval, Friedhelm Elsen, Erich Schell sowie den "Teufel" Elmar Stoll und die "Hexe" Nicole Heinzen begrüßen.

Mit einem dreifachen Böller im abgedunkelten Ort an der Ahrquelle fiel der Startschuss für das Traditionsspektakel. Die Kaisergarde blies in ihre Fanfaren.
Geisterzug in Blankenheim
Obergeist Herman-Josef Schmitz grüßte sein närrisches Volk und zog hoch zu Ross durch die mittelalterlichen Gassen. Er stand am Samstag auch im Mittelpunkt einer Live-Übertragung des WDR

Prinzessin Fine war begeistert: "Ach, ist das schön! Was für eine Atmosphäre!" Die Besucher, die dicht gedrängt in der Ahrstraße standen, verschwanden zwar wieder unter den Regenschirmen, aber die Stimmung hielt sich im bengalischen Licht.

Bürgermeister Gatzen verfolgte den Zug von der Treppe des Georgtores aus, während der WDR direkt ins abendliche Fernsehprogramm übertrug.

Die "Jecke Böhnchen" Sascha Pitzen und Georg Mies sprangen dem Zug voran, gefolgt vom Schellebäumchen. Hoch zu Ross präsentierte sich als Obergeist Prinz Hermann-Josef I., der im Urlaub gern mal in den Sattel steigt.

Der Prinz ist ein Alendorfer Gewächs, wohnt aber mit seiner Fine in Mülheim in der "Burg von Graf Joster". Sein Motto lautete: "All ärm Socke on huhe Diere, dot met os Fastelovend fiere."
Geisterzug in Blankenheim
Nicht ganz traditionell und stilecht für den Blankenheimer Geisterzug, aber dich hübsch anzusehen: die Trommlerin trug eine venezianische Karnevalsmaske (Bilder: Hilgers)


Für den Prinzen, der gestern Morgen nach der Junggesellenmesse an der historische Ahrquelle feierlich proklamiert wurde, ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, denn er wollte einmal als Oberjeck der Oberahr die Blangemer Narrenschar regieren.

Seine Prinzessin Fine gab ihm mit auf den Weg: "Läuft in der Welt nicht alles rund, ist das Leben kunterbunt, geht es politisch drunter, drüber, sind alle andern wieder klüger, dann soll man anders sich besinnen, lustig und fröhlich dem Alltag entrinnen".


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