398 Jahre Karneval in Blankenheim

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Des Herrn Bürgermeisters letzte Fete

20.02.2004

BLANKENHEIM. Die „Bürgermeisterentsorgung“ stand am Weiberdonnerstag ganz oben auf der Tagesordnung der Mitarbeiter im Blankenheimer Rathaus. „Gatzens letzte Fete“ tobte in den obersten Räumen des Hauses.

Eine herkömmliche Rathauserstürmung gibt es in Blankenheim nicht. Stattdessen treffen sich die Mitarbeiter und ihr Bürgermeister und feiern wie „die alten Schweden“, bezahlt wird das Ganze aus der Freud- und Leid-Kasse, die das Sozialwerk des Hauses in Händen hält. Mitglied dieser freiwilligen Organisation ist Bürgermeister Karl-Heinz Gatzen selbst. Der wird auch nach seiner Abdankung dieser Sozialkasse treu bleiben, wie er am Donnerstag hoch und heilig versicherte. Sowieso möchte er im Blankenheimer Rathaus, das ihm über die Jahre doch ans Herz gewachsen ist, weiterhin „stiller Mitarbeiter“ bleiben. „Wenn ich einmal sterbe“, so dachte Gatzen viele Jahrzehnte voraus, „krieg ich vielleicht aus Blankenheim auch einen Kranz.“

Statt Noch-Bürgermeister Karl-Heinz Gatzen kommandierte Obermöhn „Alexa“ am Donnerstagmorgen die bunte Schar. Sie trug den klassischen Nahkampf-Tarnanzug, hatte sich grüne Tarnfarbe ins Gesicht geschmiert und mit der Kennzeichnung „Einzelkämpfer ohne Munition“ schritt sie die Reihen ab. Ihr zur Seite stand etwa der „Nahkämpfer zur letzten Instanz (VG AC)“, zudem der Deserteur „Helfer beim Abgang“ oder der „Söldner für alle Fälle“.

Als Stadtsoldaten (im unscheinbaren weißen T-Shirt) dienten brav die Bauhofbediensteten der Gemeinde. Auffallend viele Mitarbeiter des Ahrstädtchens liefen als Schotten herum. Dass das Geld knapp ist, brachte auch optisch die ziemlich kurzen Schottenröckchen zum Ausdruck. Der ein oder andere Rock bedeckte nur so gerade eben den Allerwertesten - dafür aber schön kariert.

Witzig auch eine Gruppe von „Rathausbrasselern“, die sich grobe Leinensäcke übergeworfen hatte und dadurch zu „Sparsäcken“ mutierte. „Habe Steuerkrise“ oder „Schuldenberg“ stand klar auf dem Leinen gedruckt, garniert waren die Säcke mit Mini-Geldscheinen.

Zu vorgerückter Stunde stattete das Blankenheimer Prinzenpaar Peter V. (Kruber) und seine Prinzessin Heidrun (Kruber) der munteren Rathausgesellschaft den traditionellen Besuch ab. (kli)

 

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