398 Jahre Karneval in Blankenheim

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Die Jecken ließen sich durch das kalte Wetter nicht vom Feiern abhalten.

Blankenheim - „Wo kommen denn bei diesem Wetter bloß die Schmetterlinge her?“, lautete eine Frage, die sich beim Rosenmontagszug in Blankenheim so mancher Narr stellte. Denn das Thermometer zeigte gerade mal ein Grad an, ein kalter Wind pfiff durch die Ahrstraße, und ab und zu rieselten Schneeflocken vom Himmel. Doch von diesen widrigen Verhältnissen ließen sich weder die bunten Schmetterlinge, die übrigens aus Mülheim stammten, noch die Jecken von der Oberahr abschrecken.

Der Zug, den sie bewunderten, war allerdings etwas kürzer als in den Vorjahren. Das lag weniger am Wetter, sondern vielmehr am TÜV. „Wir haben etliche Anhänger, die keinen Segen mehr bekommen“, berichtete Zugleiter Arno Trappen. Auch den Prinzenwagen hätte es um ein Haar erwischt. Erst nachdem neue Räder, Achsen und Bremsen in das rot-weiße Gefährt eingebaut worden waren, gab es einen neuen Stempel. Dabei scheint der Anhänger ganz schön stabil zu sein, denn bevor Prinz Peter V. und Prinzessin Heidrun mit Gefolge auf ihren Wagen kletterten, war dort schon eine Tonne Süßigkeiten gebunkert worden.

Die Anhänger in den umliegenden Orten scheinen noch weit besser in Schuss zu sein als die aus dem Hauptort. Denn die Abordnungen aus Blankenheimerdorf und Mülheim stellten den weitaus größten Teil der insgesamt zehn großen Wagen. Dafür, dass die Besucher sich warmschunkeln konnten, sorgten die Musikvereine aus Blankenheimerdorf, Hüngersdorf, Dollendorf und Mülheim.

„Oktoberfest und Karneval, gefeiert wird doch überall“, hatte eine Gruppe Jugendlicher aus Blankenheimerdorf auf ihren Wagen gepinselt. Und damit hatte sie so etwas wie die Leitlinie für den Rosenmontagszug vorgegeben. Das Feiern stand eindeutig im Vordergrund. Egal, ob „Otto's Traumfrauen“ - dahinter verbargen sich die Möhnen aus Blankenheimerdorf - oder die „Disco mit Ilja R.“ aus Blankenheim: Themen aus der Kommunalpolitik hatte niemand auf die Schippe genommen.

Als Vorlage beliebter war hingegen eine Fernsehsendung. „Ich bin ein Mülheimer, holt mich hier raus“, hieß es auf einem Wagen. „Wir sind so schön, wir sind so toll, wir sind die Dörfer aus Tirol“, hatte eine andere Gruppe gereimt. Mit einem Wikingerschiff war das „Donnervolk“ aus Blankenheimerdorf in den Hauptort gekommen. Dabei hatten die Wagenbauer auch an die Klippen der Ahrstraße gedacht. Denn vor dem Georgstor klappten sie ihr mächtiges Segel einfach ein und konnten so ihre Fahrt problemlos fortsetzten.


(KStA)

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