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Ein wahrer Augenschmaus

Dem Ideenreichtum waren am Sonntag beim historischen Erntezug in Dollendorf keine Grenzen gesetzt. Insgesamt 25 Wagen und neun Fußgruppen entführten mehrere Tausend Zuschauern unter dem Motto „Wie et fröher wor“ in die Zeit der Großeltern.

Mitorganisator Josef Keul erläuterte, wie die Ortsbevölkerung einen Monat lang daran gearbeitet hatte, diesen Tag zu einem Erlebnis zu machen. Von den knapp 900 Einwohnern des Ortes waren über 400 in den historischen Erntezug eingebunden. Nach den Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen trugen an der Spitze des Zugs erstmals Kinder die Erntekrone mit bunten Bändern, die sie beim Tanz verflochten.

Ihnen folgte eine historische Mähmaschine mit Binder, der so breit wie die Dorfstraße war, und ein Holzspeichen-Strohwagen mit Garben. Eine Schnitter- und Flegelgruppe um Josef Krämer verdeutlichte, wie hart die Handarbeit der Bauern war. Die Präsentation von „Joodes uss dem Jade“ zeigte den Weg von der Saat über die Ernte bis zum Einweck auf. Auch ein Eifeler Kräutergarten fand viel Beachtung.

„Kappes vom Feld jett suhre Kappes dä hält“: Die 69-jährige Maria Jenniches schabte den geernteten Weißkohl, der von Daniel Klinkhammer in einem Tontopf gesalzen und kräftig gestampft wurde. Von einem Handkarren verteilten Hobbygärtnerinnen dann frisches Sauerkraut zum Verkosten.

Gemütlicher Plausch auf der Bank

Originell dargestellt wurden von einer gemischten Fußgruppe um Gerti Gierden die „Vier Jahreszeiten“. Seit April hatte eine Dollendorfer Gruppe um Anita Krebs an „Ose ahle Hoff“, einem urigen Fachwerkhaus, vor dem nach getaner Arbeit das Familienoberhaupt beim Plausch auf der Bank die verdiente Pfeife schmauchte. Vier gestandene Mannsbilder erinnerten an die die „schwarze“ Dorfbrennerei früherer Zeiten.

Bauersfrauen um Waltraud Keul schnitten fleißig Zuckerrüben für Sirup auseinander. Auf einem äußerst dekorativen Wagen wurde von Hermann-Josef Pauls ein großer Schmetterling aus Moos und Blumen präsentiert, der sich auf den Früchten des Gartens niedergelassen hatte.

An einem langen Tau hatten die Kindergärtnerin Birgit Bresgen und ihre Helferinnen ihr Schützlinge fest im Griff, die gekleidet wie anno dazumal auf Holz-Steckenpferden ritten, Holzreifen auf der Schulter trugen, Jutedrachen präsentierten, mit kleinen Holzroller fuhren oder auch einen urigen Puppenwagen schoben. Die hübsche Gruppe wurde mit viel Applaus bedacht.

Die Männer der Feuerwehr zogen ihr Schätzchen, die alte Handspritze von 1900. Ein Besenbinderwagen war ebenso vertreten wie Demonstrationen der Kartoffel- oder Heuernte. Die Schanzenbinderinnen um Gisela Reetz erinnerten an ein fast vergessenes Handwerk.

Wer weiß heute noch, dass Tannenzapfen gesammelt wurden und als Brandmaterial für wohlige Ofenwärme sorgten.

Im Zug fanden sich natürlich auch Ziegen, Hühner und Kaninchen. Vier mächtige Kaltblüter zogen einen Langholzwagen, auch schwarz glänzende Friesenpferde und ein Fjordpferd waren zu sehen.

Die Tanzgruppe um Uschi Junker sorgte mit Blumen- und Garbenbögen für Blickfänge, die Musikvereine aus Reetz und Hüngersdorf, die Uedelhovener Dorfmusikanten und der Spielmannszug Wahlen für die akustische Untermalung.

Copyright 2003 Kölnische Rundschau.

 

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